Wie ich mich auf meine Scrum Master Zertifizierung vorbereitet habe

Die grundlegende Entscheidung

Für die Scrum-Zertifizierung gibt es von den beiden Entwicklern von Scrum, Ken Schwaber und Jeff Sutherland, jeweils eigene Zertifizierungsprogramme von deren Organisationen. Hier musste ich zuerst herausfinden, welche Unterschiede es gibt und mich dann für einen Zertifizierungsweg entscheiden. Die beiden Organisationen sind die Scrum Alliance® und die Scrum.org. Details zu den Unterschieden habe ich in meinem Blog Zertifizierung: Scrum Alliance® vs Scrum.org beschrieben.

Meine Entscheidung habe ich zugunsten der Scrum.org getroffen. Da ich freiberuflicher Berater bin, ist Zeit für mich ein knappes Gut. Die Verpflichtung bei der Scrum Alliance®, eine Schulung zu besuchen, welche auch nur zu fixen Terminen irgendwo in Deutschland oder im Ausland stattfindet, war ein ausschlaggebender Punkt, mich nicht für die Scrum Alliance® zu entscheiden. Keiner der Termine wäre in eine günstige Projektphase gefallen oder die Termine waren noch sehr weit in der Zukunft und so lange wollte ich nicht warten.  Dies hat mich bewogen, die flexiblere, aber bei der Prüfung härtere, Lösung zu wählen.

Mein Wissensstand vor der Prüfungsvorbereitung

Schon seit längerem beschäftige ich mich mit Scrum. In diesem Zuge habe ich auch einige Bücher zu diesem Thema gelesen. Besonders gefallen hat mir das Buch „Essential Scrum: Umfassendes Scrum-Wissen aus der Praxis“ von S. Rubin Kenneth (Link zum Verlag) mit 480 Seiten.

Des weiteren war ich ca. 1/2 Jahr in einem Programm tätig, in dem ein Teil der Projekte über Scrum abgewickelt wurden. Hier habe ich viele Aufgaben eines Scrum Masters übernommen. Dies hat bei mir auch den Ausschlag gegeben, mehrere Zertifizierungen im Scrum-Bereich anzugehen.

Die Prüfungsvorbereitung

Begonnen habe ich mit der Seite Scrum.org. Dort konnte ich vor allem einen guten Überblick über den Ablauf und den Inhalt der Prüfung erlangen (Link).

Der nächste Schritt war das intensive Durcharbeiten des Scrum Guide. Dieser ist nicht sonderlich lang, in deutscher Sprache sind es 17 Seiten, enthält aber die wichtigen Informationen in komprimierter Form. Diesen habe ich mehrmals gelesen, wichtige Stellen markiert und kommentiert.

Mit diesem Wissen habe ich angefangen, die „Open Assessments“ (Beispielprüfungen) von Scrum.org zu bearbeiten. Dies sind frei zugängliche Tests, mit denen man sein Wissen überprüfen kann. Die Schwierigkeit und der Zeitdruck sind geringer, aber die Tests geben einem eine gute Rückmeldung, wie weit man auf dem Weg zur Zertifizierung ist. Bei den „Open Assessments“ habe ich mich auf die „Scrum Open“ konzentriert, da diese für die Scrum Master Zertifizierung relevant sind.

Einen Prüfungstest auf einem Niveau, vergleichbar mit der „wirklichen“ Prüfung, konnte ich auf Mikhail Lapshins Internetseite finden. Die Prüfungsfragen, welche er zusammengestellt hat, sind wirklich umfassend. Auch seine Erklärungen, warum etwas richtig oder falsch beantwortet wurde, sind super und immer ein Auszug aus dem Scrum Guide. Die Seite von Mikhail Lapshin kann ich nur wärmstens empfehlen.

Und hier auch meinen persönlichen Dank an Mikhail Lapshin für seine hervorragende Arbeit!

Die Prüfungsfragen von ihm habe ich mehrmals durchgearbeitet, was mir sehr bei der Prüfung geholfen hat.

Nach ca. einer Woche war ich an dem Punkt angelangt, dass ich ein gutes Gefühl hatte, die Prüfung bestehen zu können.

In die Prüfung bin ich mit einem gesunden Respekt und nach einer Stunde intensiver Arbeit wurde mir mein Prüfungsergebnis bekanntgegeben: 95% richtig; Zertifizierung zum Professional Scrum Master I bestanden (PSM I am 23.10.2016 bestanden).

Schlussendlich ist es wie bei der theoretischen Führerscheinprüfung:
lernen, lernen, lernen …
üben, üben, üben …
und dann ist die Prüfung auch kein Hexenwerk.

 
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One Reply to “Wie ich mich auf meine Scrum Master Zertifizierung vorbereitet habe”

  1. Vielen Dank für deinen großartingen Hinweis auf Mikhail Lapsins Blog.
    In der Tat war das Durcharbeiten seiner Fragen (und der Fortschreibung der Fragen in der Kommentar-Section) entscheidend für das Bestehen der Prüfung!
    VG Michael

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