Personal Leadership (sich selbst hinterfragen)

Personal Leadership

Einführung

Personal Leadership ist mit verschiedenen Bedeutungen belegt. In diesem Zusammenhang benutze ich den Begriff für die eigene und persönliche Führung, Steuerung, Lenkung und Leitung. Wie führe ich mich selbst? Wie schaffe ich es, mich selbst weiter zu entwickeln?

Wenn man etwas ändern möchte, sollte man sich auf die Änderungen konzentrieren, welche einen selbst oder die Prozesse betreffen. Andere zu ändern funktioniert nur dann, wenn diese Person dies auch will. Somit kann jeder schlussendlich nur sich selbst ändern und darauf sollte man sich fokussieren. Desweiteren können Prozessveränderungen dabei weiterhelfen, dass sich die Arbeitsweise von anderen ändert.

Einschub: Unterschiede vom Manager zum Leader
Manager Leader
Verwalter Visionär
organisieren inspirieren
kontrollieren motivieren

Die nachfolgenden Sprüche sind für mich immer wieder Anregungen und helfen mir, mich kritisch zu hinterfragen. Ich nutze sie, vor wichtigen Entscheidungen, aber auch bspw. vor dem Versenden einer wichtigen Mail. Vor wichtigen Aktionen erst einmal mich selbst hinterfragen,

  • was bezwecke ich mit meiner Aktion,
  • was bewirke ich mit meiner Aktion,
  • bringt das „uns“ (Firma, Projekt, Kunde, Lieferant, …) weiter oder dient es nur mir persönlich (persönliche Befriedigung, abreagieren, …),
  • was für eine Selbstdarstellung entsteht dadurch bei dem Empfänger und will ich dies,
  • … ?

Die Sprüche sind teilweise provokant. Dies soll so sein, da sie mich zu neuen Gedankengängen anregen sollen. Ebenso sind sie sehr kurz. Dadurch kann ich sie mir leichter merken. Sie beschreiben somit aber auch nichts vollständig und können dadurch falsch interpretiert werden. Da ich weiß, was ich mir damit sagen will, ist dies für mich kein Problem. Jeder sollte seinen eigenen kleinen Baukasten erstellen. Dieser beinhaltet nur die Sachen, welche er versteht und die ihm weiterhelfen.

Sprüche

Jemand der will, findet Wege, jemand der nicht will, findet Gründe.

Finde ich Gründe, etwas nicht zu tun, hinterfrage ich mich, warum ich es nicht will. Denn es wird immer Wege geben, wenn ich es wirklich will und auch bereit bin, den notwendigen Preis dafür zu zahlen (bspw. Zeit zu investieren).


Wenn dir das Leben eine Zitrone gibt, mach Limonade daraus.

Ich denke dabei an Yin und Yang. Alles Gute hat etwas Schlechtes, aber auch alles Schlechte hat etwas Gutes. Das Gute im Schlechten zu finden ist die Kunst.

Yin & Yang
Yin & Yang

Nur das Ergebnis zählt.

Dies gilt nicht nur beim Fußball. Nicht die Mannschaft, die besser spielt, gewinnt. Nicht die Mannschaft, die am meisten Ballbesitz hat, gewinnt. Es gewinnt die Mannschaft, welche die meisten Tore geschossen hat.

Auch bei den eigenen Aufgaben sollte die Priorität auf die Ergebnisse gelegt werden. Die anderen Dinge sind i.d.R. auch wichtig, doch die Priorität sollte auf der Erreichung von Ergebnissen liegen. Dabei muss aber ganz genau geschaut werden, was alles zum Ergebnis dazugehört (bspw. ein gewisser Teil des Weges zu diesem Ergebnis).


Deine Taten von heute bestimmen deine Zukunft.

An den eigenen Taten wird man nicht nur gemessen, diese Taten sind auch wie Spurrillen, in die wir in der Zukunft auch automatisch hineinrutschen.


Die Unsterblichkeit liegt in den Genen.

Wir leben nur, weil seit Millionen von Jahren unsere Vorfahren Nachkommen bekommen haben. Und das, was sie hauptsächlich weitergegeben haben, sind die Gene. Die Gene jedes Lebewesen, was keine Nachkommen hat, sind ausgestorben. Die Gene von Lebewesen, welche Nachkommen haben, leben in diesen Nachkommen weiter.


Mache deinen inneren Schweinehund zu deinem Freund.

Bequemlichkeit ist jedem Menschen angeboren. Diese Bequemlichkeit zu überwinden, den inneren Schweinehund zu besiegen, ist der Weg, sich selbst weiterzuentwickeln.


Schau dir deine persönliche Komfortzone lieber aus der Ferne an.

Alles wo wir uns sicher und gut fühlen, alles was wir kennen und was gewohnt ist, dies ist unsere persönliche Komfortzone. Alles außerhalb dieser Komfortzone kostet Überwindung und Anstrengung, aber nur dort können wir uns weiter entwickeln. Wenn wir unsere persönliche Komfortzone also aus der Ferne betrachten, dann befinden wir uns außerhalb von ihr und sind somit dabei, uns weiterzuentwickeln.


Jeder verändert die Welt.

Jeder verändert durch seine Taten und auch schon durch seine pure Existenz die Welt. Dies geschieht i.d.R. nur im Kleinen und nur in seinem Umfeld. Doch wenn viele das Gleiche im Kleinen verändern, dann kann diese Menge Gewaltiges vollbringen.


Der Weg ist das Ziel.

Ziele zu setzen ist etwas ganz wichtiges. Kurze Ziele, mittelfristige Ziele und ein langfristiges Ziel zu haben hilft einem sehr, die richtigen Entscheidungen zu treffen (unterstützen die Entscheidungen mich auf dem Weg zum Ziel). Das Ziel erreicht zu haben, ist allerdings nur ein kurzer Augenblick. Die lange Zeit davor, ist die Zeit, in der sich entscheidet, ob das Ziel erreicht werden kann oder nicht. Auch nach dem Erreichen des Zieles, beginnt von neuem ein Weg. Der Weg zu dem nächsten Ziel. Somit befinden wir uns fast immer auf dem Weg (zum Ziel) und dies sollte uns auch bewusst sein. Für mich ist dadurch der Weg und das richtige Navigieren auf dem Weg, das eigentliche Ziel.


Ich kann nicht zu anderen Ufern vordringen, wenn ich nicht den Mut habe, das Alte zu verlassen.

Kolumbus hätte nie Amerika entdecken können, wenn er nicht vorher Europa verlassen hätte und den Mut hatte sich ins Unbekannte zu begeben.


Ich darf kein Held sein.

Es gibt mehrere Arten von „Heldentum“. Einer älteren Dame über die Straße helfen, einer Mutter mit dem Kinderwagen aus der Bahn helfen, dies sind gute Taten. Um diese geht es mir hier aber nicht.

Hier geht es mir um die Dinge die vorher falsch gemacht oder vergessen wurden. Dies ist noch nicht einmal aufgefallen und kurz vor Toresschluss „poppen“ diese Probleme scheinbar aus dem Nichts hoch. Jetzt versucht der „Erzeuger des Fehlers“ diesen mit Hochdruck zu beheben (bspw. in Nacht- oder Wochenendarbeit) und wenn er es wirklich noch in aller letzer Minute geschafft hat, dann ist er der „Held“.

Dieses „Heldentum“ will ich auf jeden Fall bei mir persönlich vermeiden.


Baby Steps machen.

Um so größer eine Aufgabe, um so größer ein Projekt ist, um so größer ist die Komplexität und das Risiko des Scheiterns. Aus diesem Grund werden Projekte in kleinere Teile (bspw. Arbeitspakete) aufgegliedert. Der agile Ansatz hat auch den Grundsatz, dass kleine Pakete definiert werden, welche möglichst häufig und schnell dem Kunden zu Verfügung gestellt werden.

Dies sollte man auch bei sich selbst beachten. Lieber eine große Aufgabe in mehrere kleine Aufgaben aufteilen und diese nacheinander angehen, wenn dies möglich ist. Dadurch werden Teilziele schneller erreicht und können auch schon „genutzt“ werden.


Sei Kanban.

Kanban hat u.a. die Ziele den „Work in progress“ (Arbeit, welche parallel abgearbeitet wird) zu begrenzen, die Durchlaufzeiten (Dauer, bis eine Arbeit erledigt ist) zu verringern und sich stetig zu verbessern. Auch dies sollte man bei seinen persönlichen Aufgaben beherzigen.

  • Eine persönliche Grenze, für gleichzeitig in Arbeit befindliche Aufgaben, setzen.
  • Ein „Backlog“ aufbauen, in dem die noch anstehenden Aufgaben sortiert abgelegt sind. Oben immer diejenigen, welche als nächstes in Angriff genommen werden sollen.
  • Darauf achten, dass Aufgaben auch abgeschlossen werden und nicht „ewig, halbfertig vor sich hin dümpeln“.
  • Regelmäßig darüber nachdenken, was gut läuft, was schlecht läuft und was verbessert werden kann.
  • Verbesserungen sollten eine höhere Priorität haben als „normale“ Aufgaben. Da sich die Verbesserungen auf diese „normalen“ Aufgaben i.d.R. positiv auswirken.

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

Dies sehe ich als falsch an. Es ist nie zu spät, etwas zu lernen. Es kann nur sein, dass, wenn man älter wird, man mehr Zeit investieren muss, um das Gleiche zu erreichen bzw. das man nicht mehr so weit kommt, als wenn man früher begonnen hätte.

 
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